Eskalation im Ukraine-Russland-Konflikt

Russland hat mit der Invasion der Ukraine begonnen. Aus verschiedenen Städten werden Explosionen gemeldet. Die Aktienmärkte korrigieren weltweit und sichere Häfen werden von den Anlegern gesucht.

Russland hat mit der Invasion der Ukraine begonnen. Aus verschiedenen Städten werden Explosionen gemeldet. Die Aktienmärkte korrigieren weltweit und sichere Häfen werden von den Anlegern gesucht.

Frau Lagarde, die Vorsitzende der EZB hat nun ebenfalls die Tonlage geändert und eine -im Vergleich zur FED- zaghafte Reduktion der geldpolitischen Stimuli in Aussicht gestellt. Erst nach den US-Zwischenwahlen ist eine erneute geldpolitische Wende der FED wahrscheinlich.

Der verbalen Reduktion der geldpolitischen Stimuli durch die FED dürften vermutlich eher halbherzige Aktionen folgen, die von den Finanzmärkten gestoppt werden dürften. Bis zu den «Midterm-Elections» in den USA dürften die Finanzmärkte volatil bleiben.

Die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz hatten im vergangenen Jahr einen guten Lauf. Umso wachsamer müssen sie nun sein, um die Fortschritte von 2021 in den kommmenden Monaten nicht wieder zu verspielen. Risiken gibt es wahrlich genug.

El Salvador hat den Bitcoin als offizielle Landeswährung eingeführt. Weitere kleine Länder mit traditionell schwachen Währungen könnten ebenfalls ihre Landeswährung oder den US-Dollar durch eine privatwirtschaftlich geschaffene Kryptowährung ersetzen. Grosse Länder mit geopolitischen Ambitionen werden ihre eigenen, staatlich kontrollierten Kryptowährungen einführen und niemals auf Seigniorage-Gewinne und eine eigenständige Geldpolitik verzichten.

Kryptowährungen sind weltweit auf dem Vormarsch. Daran sind die Notenbanken mir ihrer Politik der negativen Realzinsen und explodierenden Geldmengen selbst schuld, vermutlich sind sie sogar die Hauptverursacher. Viele Staaten prüfen die Einführung von eigenen Kryptowährungen.

Bundestagswahl dürfte neutral für die Finanzmärkte ausfallen. Ausstiegsdiskussionen der FED führen zu Zinsanstieg und belasten Technologietitel. Banken können aufgrund der höheren Zinsdifferenz mehr bei der Fristentransformation verdienen.

Wir bleiben bei unserer Prognose eines Weltwirtschaftswachstum von rund 5.0% für dieses Jahr. Dieses hat den Höhepunkt aber bereits überschritten. Für 2022 rechnen wir mit einem Wachstum von 4.0%
Auch China sieht sich eines sich abschwächenden Wirtschaftswachstums konfrontiert. Hinzu kommen Unsicherheiten im Immobiliensektor.
Die Biden-Administration hat Schwierigkeiten, Mehrheiten für ihr ambitiöses Infrastrukturpaket in der Höhe von 3’500 Mrd. US-Dollar zu finden.
Die Sitzung der FED und der Beschluss, mit dem Zurückfahren der Anleihenkäufe noch dieses Jahr zu beginnen, hatte auf die US-Dollar-Zinskurve nur marginalen Einfluss.
Die Volatilität an den Aktienmärkten ist deutlich angestiegen. Grund waren insbesondere die Unsicherheiten rund um den chinesischen Immobilien-Entwickler Evergrande.
Der USD legt zu, bleibt aber in seiner Handelsspanne.
Der ruhige Seitwärtstrend im US-Dollar hält weiterhin an.

Die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz stellen sich der Realität, sowohl mit einer politischen Wende in Deutschland als auch mit einer Börse, die angesichts erwarteter Zinserhöhungen, nicht mehr so berauschend sein wird, wie der neuste AVI-Index zeigt.

Wirtschaftspolitik der Schuldeneindämmung hinterlässt Bremsspuren in der chinesischen Wirtschaft und belastet den chinesischen Immobilienmarkt.

Bereits kurz nach Verabschiedung eines 1000 Mrd. USD schweren Infrastrukturpaketes nimmt die Verabschiedung des nächsten Infrastrukturpaketes Fahrt auf. Die Finanzmärkte haben sich an permanente Geld- und fiskalpolitische Stimuli gewöhnt. Blieben dies aus, käme es zu Marktverwerfungen.

Nicht nur in China, auch in den USA bis hin zur EU sind die Regierungen über die allgegenwärtige Macht von Big Tech beunruhigt. Der Einfluss ihrer Plattformen auf Wahlen, die Sicherheit der riesigen Menge von Verbraucherdaten und die Ausbeutung von Arbeitern rücken diese Unternehmen zuneh-mend in den Fokus der Behörden. In den USA wurden Anhö-rungen im Kongress durchgeführt und Kartellklagen einge-reicht, bis jetzt noch ohne weitreichende Konsequenzen. In China hingegen zieht die Regierung die Zügel straffer an, das politische System ermöglicht ein schnelleres Handeln.
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