Wir sind soeben zurück aus Mauritius, wo wir bei einem lieben Freund die Möglichkeit hatten, in seinem märchenhaften Haus zwei wunderschöne Wochen zu verbringen. Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit, diese traumhafte Insel im indischen Ozean nicht nur aus dem Blick eines Touristen, sondern auch mit dem sanften Einblick eines Einwohners mit beruflicher Tätigkeit in diesem Paradies kennen zu lernen. Ausgerüstet mit einem zur Verfügung gestellten Auto und dem für das bestehende Klima üblichen Shorts, T-Shirt und den Badelatschen, gingen wir täglich auf unsere Entdeckungsreise. Trotz dem vorhandenen Linksverkehr und der doch ruppigen Fahrweise, haben auch wir unsere Traumstrände gefunden, wo die schneeweissen, palmengeschmückten Sandbänke den anrollenden, kurz vor der Küste brechenden, hohen Wellen ungeschützt ausgesetzt sind und somit täglich ihre Form verändern. Nach getaner Erkundungstour und mit leicht geröteter Haut haben wir uns gegen Ende des Tages  im nahegelegenen Einkaufszentrum, je nach vorhandener Essenslust, eingedeckt und den Abend mit einem guten Essen, einer feinen Flasche Wein und einem kostenlosen Sonnenuntergang frei vor der Nase ausklingen lassen.

Dank dem mit dem Handy, Tablet oder Laptop uneingeschränkten Zugriff auf jegliche Medienereignisse konnten wir uns auch aus dem Paradies laufend über die irdischen Geschehnisse in der Schweiz erkundigen und waren wie üblich rege Nutzer der freien WhatsApp Telefonmöglichkeiten. Somit ist es uns nicht entgangen, dass sich die Temperaturen in der Schweiz winterlich eingestellt haben und die Vorweihnachtszeit mit dem Öffnen der ersten Adventskalendertürchen, dem gemeinsamen Erstellen von Adventskränzen und das Anzünden der ersten Kerzen auch dieses Jahr wieder leise gestartet ist.

In den Shoppingzentren, Resorts und Hotels auf Mauritius hat diese vorweihnachtliche Zeit auch gestartet und uns mehrere Male an unsere Weltreise im Dezember 2012 erinnert, als wir um die gleiche Zeit wunderschöne und einmalige Tage auf den Inseln von Hawaii erleben durften. Auch dort wurden die Menschen auf das anstehende Weihnachtsfest mittels mannigfaltiger und zum Teil auch bizarren Weihnachtsdekorationen vorbereitet und im Radio liefen mehrheitlich nur noch Weihnachtslieder.

Bei uns kam aber wie bereits im 2012 keine vorweihnachtliche Stimmung auf. Lag es daran, dass wir nur mit leichter Bekleidung unterwegs waren und uns nicht in dicken, wärmenden Kleidern ab und zu vor das Haus wagten? Nein, uns fehlte einfach die gewohnte, traditionelle und familiäre Begehung dieser besonderen Zeit, wo besonders in der Schweiz, aufgrund der tieferen Temperaturen, seit hunderten von Jahren die Familien näher zusammenrückten. Sicher haben die Menschen auf Mauritius und Hawaii auch ähnliche Gefühle in der Vorweihnachtszeit, nur sind diese uns fremd und somit nicht gleich vertraut.

Wir kennen viele Freunde, welche in solchen Paradiesen wie Mauritius, Bahamas oder Hawaii als sogenannte Expats leben, aber sich besonders um die Weihnachtszeit wehmütig an ihre kindlichen Erinnerungen und an das familiäre Weihnachtsfest in der Schweiz erinnern.

Dank unserer privilegierten Situation haben wir die Möglichkeit, uns innert kürzester Zeit an die schönsten Orte dieser Welt zu verschieben. Aber ehrlich gesagt kommen wir immer wieder sehr gerne nach Hause, wo wir uns geborgen, verstanden und eingebunden fühlen. Denn nur zu Hause sind wir nahe bei unseren Liebsten und Freunden und diese Nähe war es auch, welche wir auf unserer Weltreise 2012 wie auch jetzt in Mauritius wieder vermisst haben. Wir wünschen unseren Freunden und Liebsten für das kommende Jahr 2020 paradiesische Ferien aber immer mit einer Brise Heimweh und der immer bleibenden Freude wieder nach Hause zu kommen, zu seinen Liebsten und seinen Freunden.

In diesem Sinne Euch allen vielen Dank, dass es Euch gibt und besinnliche Weihnachten, sowie ein gesundes und glückliches neues Jahr.

Herzlichst Markus Angst


Markus Angst
Leiter Banking Services Aquila