Der Bundesrat hat mittels Verordnung vom 30. November 2018 als vorsorgliche Schutzmassnahme gegen eine fehlende Börsenäquivalenz die Einführung einer Anerkennungspflicht für ausländische Handelsplätze vorgesehen (vgl. unser Blogbeitrag vom 4. Dezember 2018). Die ausländischen Handelsplätze sollen ab dem 1. Januar 2019 für den Handel mit Beteiligungspapieren von Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz einer Anerkennungspflicht durch die FINMA unterliegen. Nachdem die Europäische Kommission jedoch mit Entscheid vom 20. Dezember 2018 entschieden hat, die Börsenäquivalenz für die Schweiz bis Ende Juni 2019 zu verlängern, hat das EFD gestützt auf die Verordnung des Bundesrates über die Anerkennung ausländischer Handelsplätze die Voraussetzung geschaffen, dass Handelsplätze in der EU die Anerkennung der FINMA erhalten können.

Dies bedeutet, dass die FINMA ab dem 1. Januar 2019 die betroffenen Handelsplätze in der EU anerkennen kann, ohne dass diese ein Gesuch stellen müssen. Somit wird die per 30. November 2018 in Kraft getretene Verordnung vorerst keine Wirkung entfalten.

Die Liste mit den anerkannten ausländischen Handelsplätzen ist auf der Homepage von der finma ersichichtlich

Eine unbefristete Lösung zur Gewährleistung der Börsenäquivalenz wird jedoch selbstverständlich nach wie vor angestrebt.

Wir wünschen Ihnen frohe Festtage und einen erfolgreichen und guten Start in das neue Jahr!


Vivien Jain
Head LCR Services Aquila