Gegenwärtig haben sich weltweit 107 Staaten und Territorien dazu bekannt, den AIA auf einen bestimmten Zeitpunkt umzusetzen. Von diesen 107 Staaten fehlen der Schweiz noch 18 in ihrem AIA Netzwerk. Der Bundesrat hat deshalb an seiner Sitzung vom 7. Dezember 2018 die Vernehmlassung zur Einführung des AIA mit eben diesen fehlenden 18 Staaten eröffnet, um das AIA-Netzwerk zu erweitern und vor allem, um sich international keinen Vorwürfen aussetzen zu lassen. Mit den folgenden 18 Staaten sollen ab 2021 für das Jahr 2020 Informationen ausgetauscht werden:

Albanien

Aserbaidschan

Brunei Darussalam

Dominica

Ghana

Kasachstan

Macao

Nigeria

Niue

Pakistan

Peru

Samoa

Sint Maarten

Türkei

Malediven

Vanuatu

Libanon

Trinidad und Tobago

Neben der Genehmigung der bilateralen AIA-Abkommen mit Singapur und Hongkong sowie den oben aufgeführten Ländern ist derzeit die Einführung des AIA mit 8 weiteren Ländern pendent. Sollte die Bundesversammlung die Vorschläge des Bundesrates noch in diesem Jahr genehmigen, so würde die Schweiz per 1. Januar 2019 über insgesamt 89 genehmigte Abkommen verfügen (ohne die 18 oben aufgeführten Staaten/Territorien). Diese Zahl setzt sich wie folgt zusammen:

– Mit den ersten 38 Partnerstaaten (inkl. EU) wurde der AIA bereits eingeführt;

– Im Dezember 2017 hatte das Parlament 41 weitere Staaten und Territorien genehmigt;

– Die Genehmigung des AIA-Abkommens mit Singapur und Hong Kong ist noch ausstehend;

– Vorschlag des Bundesrates vom 9. Mai 2018 zur Einführung des AIA mit weiteren 8 Partnerstaaten (Anguilla, Bahamas, Bahrain, Katar, Kuwait, Panama etc.).

Auch wenn das Parlament die Bundesbeschlüsse über die Einführung des AIA genehmigt, bedeutet dies nicht, dass auch tatsächlich Informationen über Finanzkonten ausgetauscht werden (was hinsichtlich der aufgeführten Länder wohl kaum der Fall sein wird).


Vivien Jain
Head LCR Services Aquila