Coronavirus als Katalysator für Veränderung

Das von Nassim Taleb als „Schwarzer Schwan“ bezeichnete Ereignis ist eingetreten. Seit dem 24.  Februar 2020 haben die Hauptaktienmärkte die Gewinne des vergangenen Jahres fast wieder hergegeben. Grund dafür war und ist das Ausbrechen des Coronavirus (Sars-CoV-2, COVID-19). Das Coronavirus ist zwar ein Tiefschlag, bietet aber auch die Gelegenheit, bisherige Strategien und Abläufe zu überdenken…


Sorgfältiger Aktienkauf, nachlässiger Verkauf

Die alte Börsenweisheit «cut your losses and let your profits run» ist auch für den Laien verständlich und braucht weder empirisch noch theoretisch bewiesen zu werden. Dennoch haben Verwalter von Aktienportfolios Mühe, diesem Leitsatz nachzukommen und die Umsetzung desselben ist mangelhaft. Diese Konklusionen des 2018 erschienen Buchs „selling fast and buying slow“ von drei Akademikern…


Das Spiel mit dem Feuer der Verschuldung

Schulden gehören zur Wirtschaft, wie ihr Gegenstück Guthaben und der Handel mit physischen Waren. Das Kreditwesen trug wesentlich dazu bei, dass die Wirtschaftsentwicklung seit der Industrialisierung stetig positiv verlief und die Gesellschaft davon profitieren konnte. Hatte sich die Waagschale Schulden/Guthaben bis ins 20. Jahrhundert mehr oder weniger im Gleichgewicht gehalten, ist sie heute…


Elektronische Datenverarbeitung und die Aktienmärkte

Es ist offensichtlich, dass die Digitalisierung der Welt auch die Aktienmärkte erfasst hat. Begriffe wie Algorithmus und künstliche Intelligenz (KI) sind bald so geläufig wie Kursgewinnverhältnis (KGV), Alpha (Differenz zwischen erwartetem und angebrachtem Gewinn) oder Beta (Sensibilität gegenüber künftigen Marktbewegungen). Doch während Alpha und Beta einfache Rechenvorgänge (Division bzw.…


Outperformance mit Themenaktien

Grundlage für eine asset allocation bildet normalerweise die prognostizierte Wirtschaftsentwicklung, die auch massgebend für den Aktienteil zeichnet. Bei guten Wirtschaftsaussichten werden in der Regel stark konjunkturabhängige Gesellschaften berücksichtigt, bei schlechten kommen möglichst defensive Unternehmen zum Zug. Problematisch bei diesem Vorgehen sind zwei wiederholt belegbare Erfahrungen.…


Warten auf Godot

Das von Samuel Beckett (1906-1989), Wahlfranzose aus Irland, geschriebene Theaterstück „Warten auf Godot“ ist eine Parabel, die das Dasein als absurdes, langes und aussichtsloses Warten darstellt. Zwei Männer, Wladimir und Estragon, warten auf einer Landstrasse auf Godot, der nie kommt, obwohl sie von einem Botenjungen jeden Tag auf den nächsten vertröstet werden. Was «Godot» bedeutet, hat…


Die Sirenen und die Aktienmärkte

Die Sirenen der griechischen Mythologie waren göttliche Mischwesen aus Vögeln und Mädchen. Diese Nymphen wohnten normalerweise im Hades oder in himmlischen Gefilden, konnten aber auch auf einsamen Inseln hausen. Mit ihrem betörenden Gesang lockten sie vorüberfahrende Seeleute an, um ihnen das Blut auszusaugen. Auch Odysseus, einer der Helden von Troja, musste sich ihrer auf seiner Irrfahrt nach…


Big Tech vor der Bewährung

Die zunehmende Digitalisierung der Welt hat eine Handvoll Gesellschaften hervorgebracht, die sowohl für die Weltwirtschaft, als auch für die Finanzmärkte immer bedeutender werden. Wie bei der Industrialisierung im 19. und der Mobilisierung im 20. Jahrhundert haben sich einige Unternehmen eine Vormachtstellung erarbeitet, die hinterfragt werden sollte. Nach Jahren des Laisser-faire werden sie…


Obligationen im tiefen Zinsumfeld

Seit der EU- und Finanzkrise haben die Zentralbanken ihre Wirtschaften mit Geld überschwemmt. Das durchaus berechtigte Vorgehen hat ein Auseinanderbrechen der EU und einen Kollaps des Bankensystems verhindert, wurde aber nach Erfolg nicht wiedereingestellt. Rekordtiefe Zinsen haben den Schuldenberg erhöht, die Kapitalverwendung der Wirtschaft verändert und dem Bürger das Sparen vergrault. Ein…


Wellentheorien und die Aktienmärkte

Wir leben in einer Welt, deren Entwicklung enorm beschleunigt wurde. Big Data und Algorithmen sind nicht mehr wegzudenken und alles geschieht in Nanosekunden. Banken empfehlen 5 – 7 Jahre als Anlagehorizont für Aktien und auch der aktive Vermögensverwalter kann die langfristigen Bewegungen der Aktienmärkte nutzen.   Fibonacci Zahlenfolge Die theoretischen (mathematischen) Grundlagen…