4. Quartal 2019

Vermögensverwalter rechnen 2020 mit einer Goldhausse

Das gelbe Edelmetall wird im laufenden Jahr im Durchschnitt eine höhere Rendite erzielen als Aktien. Das zumindest erwarten die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz.

Galten Aktien lange Zeit als jene traditionelle Anlageklasse, mit der die höchste Rendite zu erzielen ist, so dürfte dies 2020 nicht mehr der Fall sein. Unabhängige Vermögensverwalter in der Schweiz erwarten beim Goldpreis im Durchschnitt ein Plus von 5 Prozent, während sie bei Aktien weltweit bloss mit einem Wertzuwachs von 4 Prozent rechnen. Obligationen in Franken trauen sie mehrheitlich keine grossen Sprünge zu (vgl. Grafik).

Dies geht aus dem neusten Aquila-Vermögensverwalter-Index (AVI) hervor, den die Schweizer Aquila-Gruppe alle drei Monate in Zusammenarbeit mit finews.ch publiziert. Der Index fasst verschiedene Prognosen von unabhängigen Vermögensverwaltern in der Schweiz zusammen. An der jüngsten Umfrage beteiligten sich knapp 130 Firmen.

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Die Schweizer Vermögensverwalter gehen für die nächsten drei Monate von deutlich steigenden Börsenkursen (im SMI 59 Prozent der Befragten, im EuroStoxx50 58 Prozent sowie im S&P500 57 Prozent) ausgehen (vgl. Grafik).

Diese Erwartungen stimmen die Vermögensverwalter generell optimistisch. So rechnen insgesamt 41 Prozent der Umfrageteilnehmer eine positive oder sogar sehr positive Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten; 48 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus.

Unter diesen Prämissen will ein Viertel der befragten Vermögensverwalter zusätzliche Mitarbeiter engagieren, wie aus der aktuellen Erhebung weiter hervorgeht (vgl. Grafik).

Mehr Neugeld

Ein Blick zurück zeigt, dass 2019 bereits positive Spuren in den Büchern der unabhängigen Vermögensverwalter hinterlassen haben. Die erfreuliche Kursentwicklung an den Finanzmärkten führte nicht nur zu einer Steigerung der verwalteten Vermögen bei 65 Prozent der Befragten, sondern auch zu einem deutlichen Zuwachs an Neugeld bei 36 Prozent der Umfrageteilnehmer. Die gute Marktperformance war für 43 Prozent der Vermögensverwalter ebenfalls wichtig für das Wachstum (vgl. Grafik).

 

Steigender SMI

In drei Monaten sehen die Schweizer Vermögensverwalter den SMI im Durchschnitt bei 10’606 (im Vorquartal: 10’017), das Gold zu einem Preis von gut 1’505 (Erwartung im Vorquartal: 1’538) Dollar die Unze sowie den Euro bei 1.09 (im Vorquartal: 1.08) Franken.

Der nächste AVI-Index erscheint im April 2020.

 


Kontakt: Nicolas Peter, Head Asset Management Telefon: +41 58 680 60 42 Quelle: Finews AG, Zürich

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