1. Quartal 2026

Der Krieg im Iran dominiert aktuell die weltweiten Börsen. Die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz sind deshalb laut dem jüngsten Aquila Vermögensverwalter Index für das laufende Jahr deutlich pessimistischer geworden.
Der Versuch, eine tragfähige Regierung in Italien zu bilden ist gescheitert. Der italienische Wahlausgang ist ein Ergebnis der Wachstumsdepression, Überregulierung, exzessiver Besteuerung und Bevormundungs- und Politikermüdigkeit.
Der Zusammenschluss alternativer Linker und rechter Politiker mutet seltsam an. Der einzige gemeinsame Nenner ist die Ablehnung der etablierten Parteien, der Technokraten und der herrschenden Ordnung. In diesem Sinne haben viele italienische Wähler ihre Präferenz für „la totale anarchia a tutti i costi“ entschieden. Das Hauptmantra lautet „Italien zuerst, Sparen ist blöd, die anderen sind schuld und wir ändern das jetzt alles“.
Der italienische Präsident Sergio Mattarella hat jedoch vorerst verhindert, dass die Wahlgewinner, die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die Lega ihre Agenda in Realpolitik umsetzen können, indem er den ehemaligen Technokraten des Währungsfonds, Carlo Cottarelli mit der Bildung einer Übergangsregierung beauftragt hat. Mattarella hatte sich geweigert, den Euroland skeptischen Paolo Savona als Finanzminister zu bestätigen, da er eine selbstzerstörerische Wirtschafts- und Finanzpolitik verhindern wollte. Savona hatte die Einhaltung internationaler Verträge grundsätzlich in Frage gestellt.
Damit könnte die nächste italienische Wahl zu eine, Plebiszit über den Verbleib Italiens im Euroland hochstilisiert werden.
Die Finanzmärkte haben bereits abgestimmt und entschieden, dass die Risikoprämie für italienische Staatsanleihen und italienische Aktien, insbesondere Bankaktien viel zu tief waren.
Die restlichen europäischen Börsen und der Euro litten als Kollateralschaden ebenfalls deutlich.
Die Freude über den positiven Wachstumsschock des Eurolandes 2017 ist nun endgültig Ernüchterung gewichen. Von Panik gibt es allerdings (noch) keine Spur.
Problematisch an der ganzen Sache ist, dass das Wachstum im Euroland sich in den nächsten Monaten weiter abschwächen dürfte, auch ohne das Debakel in Italien.
Die italienischen Anleihen und Aktien, auch die italienischen Banken beinhalten trotz der jüngsten Kursrückgänge (alle Gewinne seit Jahresanfang sind weggeschmolzen), noch keine ausreichend hohe Risikoprämie. Wir raten von Engagements ab und behalten eine überdurchschnittlich hohe Cashquote bei. Diese soll uns ermöglichen, zu einem späteren Zeitpunkt Aktien, vielleicht sogar italienische Aktien, günstiger nachkaufen zu können.
Da der Wählerwille sich nicht adäquat in der Übergangsregierung widerspiegeln wird, ist die nächste italienische Wahl äusserst gefährlich, da ein „Trotzwahlergebnis“, welches durch ein „jetzt-erst-recht-Wahlverhalten“ entsteht wahrscheinlich ist.
Kontakt: Thomas Härter, CIO, Investment Office
Telefon: +41 58 680 60 44
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Der Krieg im Iran dominiert aktuell die weltweiten Börsen. Die unabhängigen Vermögensverwalter in der Schweiz sind deshalb laut dem jüngsten Aquila Vermögensverwalter Index für das laufende Jahr deutlich pessimistischer geworden.

Seit Ende Februar eskaliert der Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Angriffe auf Energieanlagen und die Blockade der Strasse von Hormus führen zu massiven Ausfällen bei Öl und Gas auf dem Weltmarkt.

Am vergangenen Samstag haben die USA und Israel zivile und militärische Ziele im Iran angegriffen. Dabei ist Ayatollah Ali Kamenei, der iranische Revolutionsführer ums Leben gekommen. Die iranische Regierung hat eine 40-tägige Staatstrauer angekündigt.
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